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Doodles

Doodles – also Kritzeleien – nennt man die kleinen Dekoelemente, die einem Handlettering etwas mehr Lebhaftigkeit einhauchen. Die einfachen, stilisierten Bildchen und Schnörkel erinnern durchaus gewollt an Comic und Graffiti.

Größere Bekanntheit erlangte der Begriff „Doodle“ durch de Konzern Google Inc. – Zu bestimmten Anlässen wurde und wird auf der Suchseite der Suchmaschine das Google-Logo verändert. So können zum Beispiel zur Fußballweltmeisterschaft mal eben die „O“s im Firmelogo durch skizzierte Bälle ersetzt werden, oder zu Geburts- und Sterbetagen das skizzierte Gesicht einer bekannten Persönlichkeit den Schriftzug ergänzen.

Der Internetriese hat Doodles jedoch nicht für sich allein gepachtet.

Im Grafikdesign werden Doodles gerne für Scribbles (Vorentwürfe) verwendet. Aber auch beim Endprodukt  (z.B. einer fertigen Werbung) können sie als Stilelement Verwendung finden.  Bei Gebrausanweisungen oder Erklärvideos finden die einfachen Handzeichnungen gerne Verwendung.

Zum Handlettering gehören Doodles einfach mit dazu.

Angefangen beim schlichten Banner, über dekorative Ornamente bis hin zur Schmuckranke ergänzen die zumeist mit Fineliner gezeichneten Bildchen den Gesamteindruck vieler Letterings.
Doodles kann jeder malen – zumindest jeder, der beim Telefonieren schon mal geistesabwesend mit dem Kugelschreiber kleine Kringel oder Herzchen zu Papier gebracht hat. Oftmals gilt die Parole: „Je einfacher, um so besser“. Smiley, Wassertropfen, Alien – alles kann als Motiv herhalten.

Doodles sind ein bewusster Gegenpol zu den durchgestalteten und perfekten Grafiken aus den Computern. Sie brauchen keine digitale Nachbearbeitung, Farbfilter oder Ähnliches. Sie sind am besten, wenn sie eben nicht durchgestylt sind. Ein Stift und ein Stück Papier, keine hochtrabenden Ideen, sondern reiner Spaß am Kritzeln und Zeichnen.

Doodle Anleitung
Kleine Anleitung für ein Blümchen-Doodle.

Lettering

Lettering ist Buchstabenkunst: Gezeichnete Schrift kombiniert mit Elementen des modernen Grafitti und der klassischen Kalligraphie. Das Schöne am Lettering: Mit etwas Lust am Gestalten kann es jeder erlernen.

Was ist Lettering?

Lettering ist ein aus dem Englischen eingedeutschter Fachbegriff und leitet sich von dem Wort „Letter“, also Buchstabe, ab.  Ursprünglich  wurde damit das Beschriften von Sprechblasen und die graphische Umsetzung von Lautmalereien in Comics bezeichnet.    Die handschriftliche Arbeit eines Letteres verlangt Kenntnisse von Kalligraphie und Typographie.

Heute versteht man unter dem Begriff Lettering aber auch das „Handlettering“ und „Brushlettering“. Beide Arten der Schriftgestaltung finden zur Zeit großen Anklang.

Handlettering

Das moderne Handlettering wird für gewöhnlich mit Bleistiften, Finelinern oder – ganz profan – mit Kugelschreibern ausgeführt. Die Schrift wird dabei nicht geschrieben, sondern gezeichnet. An erster Stelle steht häufig nicht die Lesbarkeit des Textes, sondern die kreative Ausgstaltung. Erlaubt ist, was Spaß macht und der Gesamtoptik des Entwurfs dient. Gerne werden hierzu neben den Buchstaben auch graphische Schmuckelemente und Doodles ergänzt.

Zitat Andersen
Ein Zitat von Hans Christian Andersen ausgearbeitet in einem Handlettering

Beim Handlettern werden verschiedene Arten der Schriftgestaltung miteinander vereint. Klassische Schriftkonstruktion verbindet sich oft mit Elementen des Graffiti; einfache Handschrift wird durch elegante „unechte Kalligraphie“ ergänzt.

Brushlettering

Eines der klassischen Werkzeuge von Letterern und Comiczeichnern ist der Brushpen. Ursprünglich für japanische Kalligraphie konzipiert, erfreute sich der Brushpen rasch einer großen Beliebtheit bei Mangakünstlern.
Dieses spezielle Schreibwerkzeug wirkt auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Filzstift. Betrachtet man die Schreibspitze, bemerkt man allerdings rasch den Unterschied: Statt einer starren Filzspitze befinden sich dort feine Borsten. Brushpens (zu Deutsch „Pinselstifte“) eignen sich deshalb hervorragend zum Brushlettern.

Bounce Lettering
„Tag am Meer“ von den Fantastischen Vier. Ein Brushlettering umgesetzt mit einem Tombow Fudenosuke.

Im weitesten Sinne ist das Brushlettern eine Unterart der Kalligraphie. Hier wird die Schrift nicht gezeichnet oder konstruiert. Kunstvoll oder sehr verspielt wird die Schrift freihand geschrieben. Dabei gelten beinahe die gleichen Regeln, wie beim Umgang mit der anspruchsvolleren Spitzfeder. Anfänger kommen mit Brushlettering allerdings sehr viel schneller zu ansehnlichen Ergebnissen.

Wer sich für das Brush- und Handlettern interessiert, kann sich gerne für einen meiner Schriftkurse anmelden. Mehr Infos gibt es hier: http://schleifen-walther.de/kurse